Bischbergs Urgestein Thorsten Gotthardt im Gespräch

19. September 2018 | Von Webmaster | Kategorie: 1. Mannschaft, Aktuell

Als Thorsten Gotthardt die erste Mannschaft im Januar 2016 übernahm, plagten den FC größte Abstiegssorgen in der Kreisklasse. Nach einer schwachen Vorrunde erklärte sich das Bischberger Urgestein, das den FCB nur in der Jugend einmal zum SC 08 Bamberg und im Herrenbereich nach Priesendorf in die Kreisliga verließ, bereit, den Trainerposten der ersten Mannschaft zu übernehmen. Trotz eines erfolgreichen Rückrundenstarts mit drei Siegen aus den ersten fünf Begegnungen und einer insgesamt deutlich besseren Frühjahrsrunde konnte der Gang in die Relegation nicht verhindert werden. In dieser bot sich dem FC Bischberg die Möglichkeit zum Klassenerhalt, doch drei knappe und daher umso schmerzhaftere Niederlagen zwangen die Blau-Schwarzen den Gang in die A-Klasse anzutreten.

Viele der heutigen Spieler in der Jugend trainiert

„Dafür war die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg mit der C-Jugend in der Saison 2013/14 umso schöner“, erinnert sich Thorsten Gotthardt an den größten Erfolg seiner Trainerzeit in Bischberg. Und ab da wird es besonders, denn viele der damaligen U15-Spieler hat Gotthardt durchgehend bis in den Herrenbereich begleitet. „Im Moment sind zehn Spieler in der ersten und zweiten Mannschaft dabei, die ich bereits in der C-Jugend trainiert habe. Außerdem ist aus einer E-Jugend, die ich vor etwa zwanzig Jahren trainiert habe, noch unser Torwart Sascha Zink dabei.“ Mittlerweile coacht der 42-Jährige das siebte Jahr in Folge als Trainer für den FCB, den bis dato zweieinhalb Jahren im Herrenbereich gehen ohne Unterbrechung mehrere Saisons als Jugendtrainer voraus.

Unterschiedliche Mannschaften – gleiche Ausreden

„Es haben beide Bereiche ihre Vor- und Nachteile. Herren- und Jugendmannschaften kann man meiner Meinung nach nicht miteinander vergleichen und ich kann auch nicht sagen, was mir besser gefällt“, zieht Thorsten Gotthardt ein erstes Fazit zu seinen Erfahrungen als Trainer. „Jugendmannschaften sind natürlich leichter zu führen, man stellt als Coach eine Art Vorbild dar und auch zu den Eltern bildet sich ein freundschaftliches Verhältnis. Allerdings muss ich zugeben, dass es schon ein geiles Gefühl ist, so viele Jungs von der C-Jugend bis zu ihrem mittlerweile zweiten Herrenjahr begleiten zu dürfen. Im Herrenbereich herrscht dann etwas mehr “Distanz“, was allerdings nicht heißen soll, dass ich nicht nahe am Team dran bin.“ Als ehemaliger aktiver Fußballer weiß der Trainer sowieso, wie der Hase im Fußball läuft. Vor allem die verschiedensten Ausreden sind ihm in den zahlreichen Jahren als Mannschaftsverantwortlicher vorgetragen worden, wie Gotthardt mit einem Schmunzeln erzählt: „Der Klassiker ist natürlich, dass die Oma Geburtstag hat. Kurios war auch die Aussage: Trainer, ich habe einen Sonnenbrand auf dem Spann und komme nicht in den Fußballschuh. Bei manchen Ausreden bekommt man schon einen dicken Hals, aber nach ein paar Tagen kann man darüber nur noch lachen. Ich glaube, dass die Spieler manchmal vergessen, dass man selbst einmal Fußball gespielt hat, als man im gleichen Alter war. Aber wahrscheinlich kann jeder Trainerkollege ein ganzes Buch über kuriose Ausreden schreiben“, ist sich Gotthardt sicher, dass Geburtstage, Familienfeiern und Tierarztbesuche nicht nur in Bischberg den ein oder anderen Trainingsbesuch verhindern.

Verletzungsprobleme prägen bisherige Saison

Dass es in dieser Saison beim FC Bischberg noch nicht rund läuft, liegt allerdings weniger an faulen Ausreden, sondern am Verletzungspech, das die Mannschaft von Thorsten Gotthardt heimgesucht hat. „Wir haben absolute Verletzungsprobleme, eigentlich fehlen durchgehend mehr als die Hälfte der Stammspieler. Gegen den TSC hatten wir zwei A-Jugendliche dabei. Insgesamt trifft uns die Misere hart, auch wenn der Rest seine Sache gut macht. Vor allem unser “Alten“ zwischen 24 und 26 fehlen uns derzeit sehr“, hofft der Trainer auf eine baldige Rückkehr der Leistungsträger. „Vielleicht ist der Großteil in zwei bis vier Wochen wieder dabei. Das hört sich einerseits gut an, andererseits ist dann bereits die Vorrunde vorbei.“ Dass es personell und sportlich bald wieder aufwärts geht, wäre dem FC Bischberg und seinem sympathischen Trainer zu wünschen. Abschließend fällt Thorsten Gotthardt noch etwas ein, dass er hinzufügen möchte: „Im Nachhinein muss ich den Spieler mit dem Sonnenbrand aber in Schutz nehmen. Ich habe mir den Fuß selbst angesehen, der ist damals tatsächlich kaum in seine Badeschlappen gekommen…“

Wir bedanken uns bei anpfiff.info für die zur Verfügung Stellung des Berichts.

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